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Auf- und Abstiege von einer Generation zur nächsten


Dienstag, 24. April 2018

Gesundheitliche Ungleichheit: Die Bedeutung der intergenerationalen Mobilität


FamilieSteigen Kinder gegenüber ihren Eltern beruflich auf, so wirkt sich dies positiv auf ihre subjektive Gesundheit aus – so legen es zumindest die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Forscherinnen und Forschern der Universität Halle-Wittenberg nahe.

Zahlreiche Studien zeigen die gesundheitlichen Auswirkungen sozialer Ungleichheit: So ist beispielsweise belegt, dass ein niedriger sozialer Status mit dem Risiko für eine vorzeitige Sterblichkeit sowie einem erhöhten Erkrankungsrisiko verknüpft ist.

Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang jedoch sozialen Mobilitätsprozessen, d.h. der Bewegung einer Person aus einer sozialen Position in eine andere, zu? Dieser Frage sind Dipl.-Soz. Sebastian Günther und sein Team der Martin-Lutter-Universität Halle-Wittenberg nachgegangen.

Im Rahmen ihrer Studie legten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihren Fokus auf die sogenannte intergenerationale Mobilität, also soziale Auf- und Abstiege, die sich von einer Generation zur nächsten vollziehen. Dabei gingen sie u.a. Unterschieden in Ost- und Westdeutschland sowie zwischen Männern und Frauen nach. Grundlage ihrer Untersuchung stellten Daten des Sozioökonomischen Panels dar.

 

Die Mobilitätschancen sind ungleich verteilt

Die Auswertungen zeigen, dass ein Großteil der berücksichtigten Personen in einer vergleichbaren beruflichen Position wie vormals die Eltern wiederzufinden ist. Eine Ausnahme stellen hier westdeutsche Männer dar: Diese bleiben im Vergleich zu Männern ostdeutscher Herkunft seltener in niedrigen Positionen. Ostdeutsche Männer steigen hingegen deutlich seltener beruflich auf.

 

Soziale Aufstiege wirken sich positiv auf die Gesundheit aus

Darüber hinaus belegen die Auswertungen einen Zusammenhang zwischen sozialer Mobilität und subjektiver Gesundheit: So wirken sich soziale Aufstiege gegenüber der Elterngeneration positiv auf die Gesundheit aus; soziale Abstiege dagegen eher negativ - unabhängig von Geschlecht und Herkunftsregion. Auffällig ist hier, dass sowohl Männer als auch Frauen westdeutscher Herkunft in allen sozialen Stellungen ihren Gesundheitszustand tendenziell häufiger schlecht einschätzen als Menschen aus Ostdeutschland.

Auf Grundlage ihrer Ergebnisse schreiben die Autorinnen und Autoren dem Faktor Bildung eine wichtige Bedeutung zu. Denn insbesondere Männer und Frauen mit niedrigen beruflichen Positionen können von dieser profitieren und damit ihre Mobilitätschancen verbessern.



Quelle

Günther S et al. (2018): Intergenerationale Mobilität und gesundheitliche Ungleichheiten in Ost- und Westdeutschland. Eine Trendanalyse von 1992 bis 2012. In: Bundesgesundheitsblatt 2018; 61: 78-88.




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Seite zuletzt geändert am: 24.04.2018 09:05:00, ursprünglich angelegt am: 05.02.2018 10:05:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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