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Einfache Formel zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen


Freitag, 10. Mai 2013

Betriebliche Gesundheitsförderung: Nutzenberechnung im Bierdeckel-Format


Taschenrechner und RotstiftWelchen Nutzen bringt betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit entsprechender Investitionen überprüfen? Dass für die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit die Fläche eines Bierdeckels genügen kann, zeigt Heinz Kowalski mithilfe der „Kölschen Formel“.

Viele Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere, wünschen sich zur Überprüfung der Frage, ob sich Investitionen in betriebliche Gesundheitsförderung lohnen, ein unaufwändiges Verfahren. Um diesem Wunsch Rechnung zu tragen, wurde von Heinz Kowalski eine entsprechende Formel entwickelt, die einfach anwendbar ist, kein umfassendes Controllingsystem erfordert und den Nutzen von Gesundheitsmaßnahmen auf einen Blick herausstellt. Grundlage dafür ist eine kurze und übersichtliche Berechnung, die auf einen Bierdeckel passt - die "Kölsche Formel".


Nutzenberechnung mit der "Kölschen Formel"

Mit Hilfe der "Kölschen Formel" lässt sich der wirtschaftliche Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderungsmaßnahmen näherungsweise darstellen. Dazu werden die ersparten Fehlzeitenkosten den entstandenen Kosten für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen gegenübergestellt.

In einem ersten Schritt wird der Bruttoertrag durchgeführter Maßnahmen errechnet, indem die ersparten Entgeltfortzahlungen nach der Einführung von Gesundheitsmaßnahmen im Vergleich zu den vorherigen Entgeltfortzahlungen bezogen auf einen definierten Zeitraum ermittelt werden.

In einem zweiten Schritt werden die Aufwendungen, die durch umgesetzte Maßnahmen entstanden sind, addiert. Dabei sind auch etwaige finanzielle Zuschüsse, die aus Steuervorteilen und Krankenkassenzuschüssen resultieren, zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse der bisherigen Berechnungen bilden die Grundlage, um sowohl den Nettoertrag durchgeführter Gesundheitsmaßnahmen (Subtraktion des Nettoaufwands vom Bruttoertrag), als auch den Return on Investment (ROI) zu ermitteln. Letzterer gibt Aufschluss über die Kosteneinsparungen, die erst durch die Investitionen entstanden sind. Die Berechnung des ROI erfolgt durch die Division des errechneten Bruttoertrags dividiert durch den Aufwand der durchgeführten Gesundheitsmaßnahmen.

Ein konkretes Rechenbeispiel zur Anwendung der "Kölschen Formel" finden Sie hier.


Grenzen der Einfachheit

Berücksichtigt werden muss bei der Anwendung der "Kölschen Formel", dass diese keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und lediglich Teilaspekte, die für den Erfolg betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen relevant sind, einbezieht. Zusätzlich zu internen Fehlzeitenstatistiken und betrieblichen Gesundheitsberichten der Krankenkassen bietet sie jedoch eine Orientierungshilfe, um Gewissheit über den Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung zu erlangen.

In Deutschland hat die Initiative Gesundheit & Arbeit (IGA) basierend auf dem Vorbild amerikanischer Forschungsarbeiten einen umfassenden Return-on-Investment Kalkulator entwickelt, mithilfe dessen der prospektive ROI bestimmt werden kann. Praktische Ergebnisse zur Anwendung liegen derzeit jedoch noch nicht vor.



Quelle

Kowalski, Heinz (2012): "Kölsche Formel" für Gesundheit. Personalmagazin 12/12
Den Artikel finden Sie hier.






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Seite zuletzt geändert am: 10.05.2013 07:29:00, ursprünglich angelegt am: 07.05.2013 11:29:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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