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Multitasking – Erstrebenswert oder Quelle für Fehler?


Donnerstag, 20. Februar 2014

BAuA-Bericht zu Multitasking. Ernüchternde Ergebnisse


Notebook und MobiltelefonMultitasking ist ein wesentliches Merkmal der modernen, immer schneller werdenden Arbeitswelt. Es wird mit hohen Leistungsanforderungen, Druck und besonderer Eignung für moderne Berufe verbunden. Aber ist Multitasking wirklich erstrebenswert oder führt es eher zu Fehlern?

Ein Projekt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersuchte Fehlererkennungs- und -verarbeitungsprozesse. Der BAuA-Bericht "Multitasking und Auswirkungen auf die Fehlerverarbeitung - Psychophysiologische Untersuchung zur Analyse von Informationsverarbeitungsprozessen" zeigt, dass gleichzeitiges Bearbeiten von Aufgaben deren Ausführung beeinträchtigt und die Fehlerverarbeitung verändert.

Multitasking und häufige Arbeitsunterbrechungen gehören an vielen Arbeitsplätzen schon längst zum Alltag. Arbeitsprozesse und Entwicklungen der modernen Informations- und Kommunikationstechnik verdichten sich zunehmend in der Arbeitswelt, sodass Beschäftigte dazu neigen, mehrere Anwendungen zu nutzen und mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Im Rahmen des BAuA-Projekts erforschten Expertinnen und Experten, ob im Gehirn eine simultane Verarbeitung von zwei aufmerksamkeitsintensiven Prozessen möglich und vorteilhaft ist.

Zur Bestimmung altersabhängiger Effekte wurden zwei Altersgruppen erwerbsfähiger Populationen untersucht (20- bis 35-Jährige und 50- bis 60-Jährige). Die Probandinnen und Probanden bearbeiteten zeitgleich eine visuell-manuelle Computeraufgabe und eine auditiv-sprachliche Entscheidungsaufgabe. Mit einem speziellen Verfahren wurden Parameter hirnelektrischer Aktivität ausgewertet. Unter anderem wurden Verhaltensdaten wie Reaktionszeiten, Fehlerraten und fehlerbedingte Reaktionsverzögerungen beurteilt.

Die laborexperimentellen Untersuchungen lieferten ernüchternde Ergebnisse: Je höher die kognitive Beanspruchung der gleichzeitig auszuführenden Tätigkeiten, umso mehr Zeit- und Ressourcenverluste, Qualitätseinbußen und physiologische wie psychische Fehlbeanspruchungen wurden beobachtet.


Zur Veröffentlichung „Multitasking und Auswirkungen auf die Fehlerverarbeitung. Psychophysiologische Untersuchung zur Analyse von Informationsverarbeitungsprozessen"gelangen Sie hier.


Quelle

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 012/14vom13. Februar 2014 „Forschung: Multitasking - leistungssteigernd oder überfordernd?" Link...




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Seite erstellt am: 20.02.2014 11:25:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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