Studie 'Körperliche Aktivität als Medikament'

Bewegung als Therapie

Es gibt fast kein Medikament, das so gut wirkt wie körperliche Aktivität. Wer sich regelmäßig bewegt, senkt sein Krankheitsrisiko, lebt länger und ist besser gelaunt.

Die Wirkung von regelmäßiger körperlicher Aktivität wurde in den letzten Jahren in vielen Studien untersucht. Eine Gesamtbetrachtung haben nun die Autoren Löllgen et al. in der aktuellen Ausgabe des Informationsdienstes "Arzneiverordnung in der Praxis" veröffentlicht.

Grundlage der Auswertung sind mehrere Studien mit insgesamt über einer Millionen Probanden. Das Ergebnis ist eindeutig: Durch körperliche Aktivität können Gesamtmorbidität und -mortalität um 30-40 % gesenkt werden, verglichen mit Probanden, die keine aktive Bewegung in den Alltag einbauen oder Sport treiben.

Bei kardiovaskulären- und Stoffwechselerkrankungen werden Sport und Bewegung zunehmend auch als gezielte Therapie eingesetzt, genau wie bei neurologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern. Die Auswertung der Ergebnisse bescheinigt dieser Therapieform gute Erfolge.

Wie viel Bewegung sinn- und wirkungsvoll ist, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den "Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung" erarbeitet. Sie richten sich primär an Fachleute, Entscheidungsträger und Multiplikatoren.

 

Hier geht es zu der Studie "Körperliche Aktivität als Medikament".

Die "Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung" (PDF) erhalten Sie hier.

Autor/in

Miliana Sohn