Prävention für Studierende

Wenn das Studium krank macht

Immer mehr Studierende leiden unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Panikattacken. Mittlerweile ist jeder sechste Studierende von einer psychischen Diagnose betroffen, das sind rund 470.000 junge Menschen in Deutschland.

In den letzten fünf Jahren ist alleine der Anteil der 18- bis 25-Jährigen mit Depressionen um 76 Prozent gestiegen. Bei Studierenden steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für eine Depression deutlich.

Im 18. Lebensjahr erkranken 1,4 Prozent erstmals an einer Depression, bei den Nicht-Studierenden sind es 3,2 Prozent. Gut zehn Jahre später liegt der Anteil bei den Studierenden bei 3,9 Prozent und bei den Nicht-Studierenden bei 2,7 Prozent.

Es sind mehr niedrigschwellige Angebote nötig, die helfen, psychische Erkrankungen zu vermeiden sowie junge Erwachsene frühzeitig erreichen, bei denen Depressionen oder Angstzustände bereits ausgebrochen sind.

Die Uni Mainz hat nun das bundesweit erste Modellprojekt zur psychischen Gesundheit von Studierenden gestartet. "Gesund studieren in Mainz" ist auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Prävention und Gesundheitsförderung entwickelt worden.

Für die rund 32.000 Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität sollen nun konkrete gesundheitsfördernde Angebote umgesetzt und evaluiert werden.

Die BARMER fördert das Projekt mit 1,5 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention.

Weiterführende Informationen zum Modellprojekt "Gesund studieren in Mainz" gib es hier.