Digitalisierung und Ernährung

Neue Wege in der Ernährungsberatung

Die Entwicklung im Bereich der mobilen Technologien verläuft rasant. Waren es vor acht Jahren noch etwa 30 % der Bürger, die ein Smartphone besaßen, sind es zwischenzeitlich bereits über 80 %. Dieser Trend eröffnet neue Möglichkeiten - u.a auch für die Ernährungsberatung.

Über GPS und die Kamera der Smartphones können Essgewohnheiten im Moment des Erlebens in der konkreten Alltagssituation erfasst werden. Wann wurde wie lang mit wem und wo gegessen? Diese Informationen geben Aufschluss über das Ernährungsverhalten und die Verhältnisse, in denen gegessen wird. Für die Weiterentwicklung der Ernährungsberatung sind sie von hohem Interesse, denn sie unterstützen dabei, die Beratung bzw. die Informationen stärker an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Vielzahl der Informationen angemessen und mit der notwendigen Qualität erhoben werden und für die Ernährungsberatung genutzt werden können? Unter anderem dieser Frage ging die Arbeitstagung "Ernährungsberatung und Ernährungsverhalten im digitalen Zeitalter" der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) nach, die am 3. und 4. September in Bonn stattfand. Im Rahmen der Arbeitstagung wurde erörtert, wie sich die Digitalisierung auf das Ernährungsverhalten und die -beratung auswirken, welche neuen technologischen Entwicklungen zur Verfügung stehen und welche evidenzbasierten Bewertungen zur Wirksamkeit der Ernährungsverhaltensforschung bereits vorliegen.

Begleitet wurde die Tagung von der Sonderausstellung "Sehen, schmecken, entdecken: Forschung erleben", in der Forschungsvorhaben und neue Ernährungsprodukte präsentiert wurden.

Weitere Informationen zu der Tagung und zu den einzelnen Beiträgen sind hier zu finden.

Menschen essen Currywurst und Pommes
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Autor/in

Inke Ruhe