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Startseite : Gesunde Kinder und Jugendliche : Beiträge - 2015 : Präventionspotenzial der Kita nutzen!


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Kinderarmut stellt ein Risiko für ein gelingendes Aufwachsen dar


Donnerstag, 23. Juli 2015

Präventionspotenzial der Kita nutzen!


Kinder beim MalenKinderarmut stellt ein Risiko für ein gelingendes Aufwachsen dar – so belegen es die Auswertungen der Schuleingangsuntersuchung in Nordrhein-Westfalen. Die Kita stellt hier jedoch einen wichtigen Ansatzpunkt dar, um die Entwicklung von Kindern positiv zu beeinflussen.

Wie die Auswertungen der Schuleingangsuntersuchung und von SGB II-Daten zeigen, stellt Armut ein nachweisbares Entwicklungsrisiko für Kinder dar. Kinder aus armen Familien werden von präventiven Angeboten, wie Früherkennungsuntersuchungen, sowie von Angeboten zur sportlichen und musischen Förderung seltener erreicht, als Kinder aus Familien, die keine Leistungen nach dem SGB II erhalten.

Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung, dass arme Kinder bei der Einschulung häufiger im Hinblick auf ihre Visuomotorik (Auge-Hand-Koordination) und ihre Körperkoordination negativ auffallen. Ebenso können sie sich weniger konzentrieren, sprechen schlechter Deutsch und können schlechter zählen.

Wie die Analysen zeigen, beeinträchtigen neben der individuellen Armutslage eines Kindes auch die Armutskonzentration im Quartier - und vor allem in der Kita - die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern.


Die Kita als wichtiger Ansatzpunkt für präventives Handeln

Die Auswertungen belegen, dass sich sowohl der frühe Besuch einer Kita sowie der Besuch einer sozial gemischten Kita positiv auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Ebenfalls einen positiven Einfluss nehmen eine bessere Ressourcenausstattung von "sozialen Brennpunktkitas" sowie der Besuch solcher Kitas, die als zertifizierte Familienzentren gefördert werden.

Damit mehr arme Kinder vom Ausbau der Betreuungsplätze profitieren, plädieren die Autoren der Studie dafür, Familien gezielt anzusprechen, damit diese ihre Kinder früh in einer Kita betreuen lassen. In diesem Zusammenhang müsse jedoch auch die Ausgestaltung der Kitabeiträge überdacht werden, denn diese ermöglicht es den Kommunen, Einfluss auf den Zeitpunkt des Kitaeintritts von Kindern aus Familien mit niedrigem Einkommen zu nehmen. Ebenso sollten Kitas, in denen der Anteil an Kindern mit Förderbedarf erhöht ist, bevorzugt für die Durchführung von Präventionsprogrammen ausgewählt werden. Eine Grundlage dafür bieten statistische Auswertungen der Schuleingangsuntersuchungen.


Quelle

Groos T, Jehles N (2015): Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern. Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung. Schriftenreihe Arbeitspapiere wissenschaftliche Begleitforschung "Kein Kind zurücklassen!". Hrsg: Bertelsmann Stiftung und Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR). Link...



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Seite erstellt am: 23.07.2015 11:42:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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