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Wie lässt sich dieser Erkrankung wirksam vorbeugen?


Montag, 28. September 2015

Demenz – Aktuelle Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Prävention


Älterer MannWie lässt sich eine Demenz behandeln? Welche Therapiemaßnahmen sind wirksam? Wie lässt sich dieser Erkrankung wirksam vorbeugen? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie evidenzbasierte Empfehlungen gibt die revidierte Leitlinie „Demenzen“ auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse.

Mit dem Ziel, die medizinische Behandlung und die Betreuung von Erkrankten und deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern, liegt nun die revidierte Leitlinie „Demenzen" vor. Diese bündelt alle derzeit vorliegenden klinischen Studien sowie aktuelle Forschungsergebnisse. Auf Grundlage dieser werden neue evidenzbasierte Empfehlungen für Prävention, Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen abgeleitet.

Die Leitlinie soll an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen eindeutige und in der Praxis anwendbare Empfehlungen liefern; gleichzeitig weist sie auf die fehlende Wirksamkeit bestimmter Anwendungen hin.

Zwar ist Demenz derzeit nicht heilbar, dennoch existieren bereits wirksame therapeutische Anwendungen – diese tragen dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern. So belegen neuere Untersuchungen u.a. die Wirksamkeit bestimmter psychosozialer Interventionen. Dazu zählen alltagsnahe kognitive Stimulationen, individuell angepasste Ergotherapie sowie gezielte körperliche Aktivierung.

 
Wie lässt sich der Erkrankung vorbeugen?

Die bisher vorliegenden Untersuchungen lassen es den Autorinnen und Autoren zufolge derzeit noch nicht zu, Präventionsempfehlungen abzuleiten. Dennoch gibt es Hinweise auf vermeidbare Risikofaktoren; dazu zählen Erkrankungen wie Hypertonie, Diabetes mellitus oder Adipositas und der Risikofaktor Rauchen.

Protektive Effekte werden bestimmten Ernährungsgewohnheiten zugesprochen, so zum Beispiel einer mediterranen Diät; aufgrund der aktuellen Datenlage sei die Ableitung von Ernährungsempfehlungen jedoch nicht möglich.

Weiterhin sprechen sich die Autorinnen und Autoren auf Grundlage vorliegender Studien für regelmäßige körperliche Aktivität sowie ein reges geistiges und soziales Leben aus.

Eine Hormontherapie sowie die Verwendung von Ginkgo Biloba werden hingegen nicht zur Prävention von Demenz empfohlen.

 
S3-Leitlinie „Demenzen" – Feedback erwünscht

Insgesamt haben 28 Fachgesellschaften und -organisationen sowie Verbände an den Konsensbildungen zur S3-Behandlungsleitlinie mitgewirkt.

Die revidierte Leitlinie steht derzeit online zur öffentlichen Konsultation bei der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) bereit und kann von Interessierten kommentiert werden. Link...

 
Quellen

S3-Leitlinie „Demenzen". Langversion. 1. Revision, August 2015. Link...

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde vom 18.09.2015. Link...

 

 


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Seite erstellt am: 28.09.2015 09:13:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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