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Medikamentenmissbrauch im Breiten- und Freizeitsport


Dienstag, 28. Januar 2014

Aufklärungsoffensive gegen Medikamentenmissbrauch


Missbrauch von MedikamentenUntersuchungen zeigen, dass der Missbrauch von Medikamenten vor allem im Bereich des Sports deutlich zugenommen hat. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat nun erstmals eine Expertise vorgelegt, die das Thema Medikamentenmissbrauch im Breiten- und Freizeitsport beleuchtet.

Mit dieser Expertise möchte der DOSB für die Problematik des Medikamentenmissbrauchs, die sich auch in anderen Gesellschaftsbereichen wie im Bildungssystem, in der Arbeitswelt, im Bereich der Kunst und Musik widerspiegelt, sensibilisieren und aufklären.

Anfang 2014 wird der DOSB zudem ein Fortbildungsmodul zum Thema "Medikamentenmissbrauch im Breiten- und Freizeitsport" vorstellen. Das entsprechende Materialpaket soll an bestehende Aus- und Fortbildungen des organisierten Sports andocken und kann auch als eigenständige Fortbildung eingesetzt werden. Der DOSB sieht dies als einen weiteren wichtigen Schritt im Engagement gegen Medikamentenmissbrauch im Sport.


Geschluckt wird, was stärker, schlanker oder muskulöser macht

Untersuchungen zeigen, dass fast die Hälfte aller AusdauersportlerInnen vor wichtigen Veranstaltungen zu Schmerzmitteln greifen. Fasst man unterdessen die Ergebnisse mehrerer Studien in Fitness-Studios zusammen, so liegt der Anteil an überwiegend Anabolika-Nutzerinnen und -nutzern zwischen 13 bis 16 Prozent. Dies ist als deutlich drastischeres Missbrauchsniveau einzustufen und wäre im Kontext des Wettkampfsports im Gegensatz zum Schmerzmittelmissbrauch als Doping zu bezeichnen. Für Nicht-WettkampfsportlerInnen ist allerdings beides Medikamentenmissbrauch. Bei mehr als sieben Millionen registrierten Fitness-Studiobesucherinnen und -besuchern entspricht dieser Anteil mehreren hunderttausend Menschen. Die Dunkelziffer schätzen Experten sogar auf 20 Prozent. Geschluckt werde alles, was stärker, schlanker oder muskulöser mache. Zudem zeigen Studien, dass der Anteil an Nutzern, die ihre leistungssteigernden Medikamente über einen Arzt beziehen, bei rund 30 Prozent liegt.


Handlungsbedarf erforderlich

Die alarmierenden Zahlen aus der Wissenschaft zeigen, dass es zwingend Handlungsbedarf gibt. Dies hat der DOSB bereits erkannt und die gemeinsame Initiative mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC) gestartet: Im Jahr 2011 veranstalteten die Partner das Symposium "Medikamentenmissbrauch - eine gesamtgesellschaftlicher Herausforderung" und veröffentlichten 2012 den Flyer "Sei Du selbst. Tipps gegen Medikamentenmissbrauch in Alltag und Freizeit".

In der DOSB-Expertise "Zum Medikamentenmissbrauch im Breiten und Freizeitsport. Entstehung - Entwicklung - Prävention. Schwerpunkt: Fitness-Studios" finden sich viele praktische Hinweise - etwa zu körperoptischen Indizien, um stattfindenden Medikamentenmissbrauch erkennen zu können, oder zur zweckdienlichen Ausgestaltung der Rahmenbedingungen (Geräteauswahl, Musik u.ä).

Vereine sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sportorganisationen können die Expertise beim DOSB per Mail (dietrich@dosb.de) oder telefonisch unter 069/6700-298 anfordern.




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Seite erstellt am: 28.01.2014 15:13:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig
Quelle: DOSB






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