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Rückenschmerzen als wichtiges Handlungsfeld in der Physiotherapie


Dienstag, 25. März 2014

Bewegungsmangel und einseitige Belastungen als „Grundübel“


Frauen bei DehnübungenRückenschmerzen stellen ein wichtiges Handlungsfeld in der Physiotherapie dar. Im Interview erläutert Ute Merz, Physio Deutschland, Ursachen und Präventionsmöglichkeiten und gibt Einblicke in die Arbeit des Deutschen Verbands für Physiotherapie (ZVK) e.V.

BVPG: Rückenschmerzen stellen nach wie vor ein bedeutendes Volksleiden dar. Welche Ursachen für Rückenbeschwerden sind die häufigsten?

Die Ursachen sind vielfältig. In erster Linie sind aber Bewegungsmangel und einseitige Belastungen als "Grundübel" zu nennen. Langes Sitzen im Büro, hohe Arbeitsbelastung und Stress halten viele Menschen davon ab, körperlichen Ausgleich in den Alltag zu integrieren. Schwache und nicht ausreichend dehnfähige Muskulatur sind die Folge.


BVPG: Welche Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung haben sich im Bereich der Rückengesundheit als besonders erfolgreich erwiesen?

Im Vordergrund steht der Ausgleich zu einseitigen Körperhaltungen und Belastungen. Eine elementare präventive Maßnahme ist somit ein möglichst optimal ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz. Zusätzlich sind Bewegungsangebote, die gezielt die Muskulatur kräftigen und dehnen, empfehlenswert. Prävention und Gesundheitsförderung sind eine Daueraufgabe, da sollte das entsprechende Angebot auch Spaß machen. Dies ist eine gute Voraussetzung dafür, dass es regelmäßig und dauerhaft gemacht wird.


BVPG: Wie kann Ihrer Meinung nach Prävention und Gesundheitsförderung im Bereich der Rückengesundheit weiter vorangetrieben werden? Welche Entwicklungen sind hier notwendig?

Wir als Physiotherapeutinnen und -therapeuten müssen weiter aufklären, welche Angebote es im Bereich der Physiotherapie gibt. Außerdem ist es wichtig, dass bereits Betroffene sich ihrem "Schmerzschicksal" nicht beugen müssen, sondern mit gezielten physiotherapeutischen Maßnahmen und Trainingstherapien wieder schmerzfrei werden können. Eigenverantwortung spielt hierbei eine große Rolle. Wir informieren Betroffene und Interessierte, was sie selbst tun können und auf was sie in ihrem Alltag achten sollten. Rückenschmerzen sind ein gesamtgesellschaftliches Thema. Der Öffentlichkeit müssen noch stärker Lösungsansätze und präventive Möglichkeiten "schmackhaft" gemacht werden. Der Deutsche Verband für Physiotherapie setzt große Hoffnungen in das noch für dieses Jahr geplante Präventionsgesetz.


BVPG: Am 15. März fand unter dem Motto "Tu's für Dich - täglich 15 Minuten Rückenfitness!" der "Tag der Rückengesundheit" statt. Welche Aktivitäten gab es anlässlich dieses Thementages durch Ihren Verband?

Im Vorfeld des Aktionstages haben wir unsere teilnehmenden Mitgliedspraxen mit Werbematerialien und Informationen für die regionale Pressearbeit versorgt. Vier Wochen vor dem "Tag der Rückengesundheit" haben wir bundesweit Presseinformationen an überregionale Redaktionen im Print- und Onlinebereich versendet sowie im Pressebereich auf unserer Homepage veröffentlicht. Auf unserem Patientenportal gibt es zusätzlich weiterführende Informationen zu Rückenschmerzen und ein Video mit Übungsbeispielen. Wir haben den Aktionstag dreigleisig genutzt: für unsere Mitglieder, zur Information der breiten Öffentlichkeit und auch zur externen Pressearbeit.


BVPG: Frau Merz, vielen Dank für das Interview.


Das Interview führte Ann-Cathrin Hellwig.


Weiterführende Information:

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.: Tipps für einen schmerzfreien Rücken. Link...




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Seite erstellt am: 25.03.2014 13:23:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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